Gute Ideen blieben in den Filialen hängen
Halfords wusste: Niemand versteht die Kundschaft besser als die eigenen Frontline-Mitarbeitenden. Die Leute, die täglich Regale einräumen, Reifen montieren und Retouren bearbeiten, sehen genau, was besser laufen könnte. Doch es gab keinen strukturierten Weg, diese Beobachtungen zu erfassen und in konkrete Maßnahmen zu überführen.
Ideen kursierten in Teambesprechungen, landeten auf Notizzetteln oder verschwanden in E-Mail-Verläufen, die niemand weiterverfolgte. Selbst wenn eine Filiale eine clevere Lösung fand (eine bessere Methode für die saisonale Bestandsführung, eine kleine Änderung, die Wartezeiten verkürzte), blieb dieses Wissen vor Ort. Die Filiale in Birmingham hatte keine Ahnung, was man in Leeds längst gelöst hatte.
Für Dillon Pudge, Group Continuous Improvement and Operational Excellence Manager bei Halfords, war die Sache klar: Die Ideen waren da – es fehlte nur der Ort, an dem sie ankommen konnten.
Mitmachen leicht gemacht – für alle
Halfords führte Hives.co als zentrale Ideenmanagement-Plattform ein und brachte damit Mitarbeitende aus allen Filialen, Lagern und Supportfunktionen an einem Ort zusammen.
Statt abstrakt nach Ideen zu fragen („Haben Sie Vorschläge?“), richtete Halfords die Plattform auf konkrete geschäftliche Herausforderungen aus: besseren Kundenservice, mehr Nachhaltigkeit, reibungsloseren Filialbetrieb. Die Mitarbeitenden waren eingeladen, kreativ über genau die Probleme nachzudenken, mit denen sie täglich zu tun hatten.
Das klingt simpel, macht aber einen großen Unterschied. Der Unterschied zwischen „Reichen Sie Ihre Ideen ein“ und „Wie würden Sie dieses konkrete Problem lösen?“ ist der Unterschied zwischen einem Vorschlagskasten, der verstaubt, und einem, der 759.000 £ Mehrwert schafft.
Hives wurde in die bestehenden internen Kommunikationstools von Halfords integriert, sodass sich alle Mitarbeitenden einbringen konnten – unabhängig von Rolle und Standort. Kein neues Login, keine separate App. Denn wenn es aufwendiger ist, eine Idee einzureichen, als eine Kurznachricht zu schreiben, bricht die Beteiligung innerhalb weniger Wochen ein.
515 Ideen in sechs Monaten (und 759.000 £ Mehrwert)
In den ersten sechs Monaten nutzten über 1.000 Mitarbeitende die Plattform aktiv und reichten 515 Verbesserungsideen aus dem gesamten Unternehmen ein.
Das waren keine vagen Wunschlisten. Weil Halfords die Fragen eng an reale operative Herausforderungen geknüpft hatte, ließen sich viele Ideen schnell umsetzen. Unterm Strich: 759.000 £ Mehrwert durch neue Lösungen, Zeitersparnis und Kostensenkungen.
Zur Einordnung: Das sind rund 1.475 £ pro eingereichter Idee. Natürlich wurde nicht jede Idee umgesetzt – aber genug davon brachten innerhalb eines halben Jahres messbare Ergebnisse.
Drei Dinge, die Halfords richtig gemacht hat
1. Konkrete Fragen statt allgemeiner Aufrufe.
Statt eines offenen „Teilen Sie Ihre Ideen“ lenkte Halfords die Mitarbeitenden auf reale Probleme: Lücken im Kundenservice, Nachhaltigkeitsziele, operative Engpässe. Konkrete Fragen liefern konkrete (und nützliche) Antworten.
2. Mitmachen ohne Hürden.
Durch die Integration von Hives in Tools, die die Mitarbeitenden ohnehin nutzten, räumte Halfords die größte Beteiligungshürde aus dem Weg. Kein neues System, keine zusätzlichen Schritte. Je einfacher das Mitmachen, desto mehr Menschen machen mit.
3. Aus Zuhören wurden Taten.
Genau hier scheitern die meisten Ideenprogramme: Organisationen sammeln Hunderte Vorschläge und setzen drei davon um. Halfords schloss den Kreis und zeigte den Mitarbeitenden, dass ihre Beiträge tatsächlich etwas veränderten. So bleibt das Engagement auch über die ersten Wochen hinaus lebendig.
Über Halfords
Halfords ist ein britischer Einzelhändler für Autoteile, Fahrzeugzubehör, Werkzeuge, Camping- und Outdoor-Ausrüstung sowie Fahrräder mit Filialen in Großbritannien und Irland. 1892 in Birmingham gegründet, hat sich Halfords in seinen Märkten zu einem der führenden Einzelhändler Großbritanniens entwickelt – mit über 400 Filialen und einer starken Online-Präsenz.

